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      Deutsche Sammlungen

      Seite eingerichtet: 1/12/05 Letzte Aktualisierung der Seite: 22/12/2008

      Die deutschen Turfan-Expeditionen

      Die Berichte von europ?ischen Reisenden und Gelehrten über die Entdeckungen und Funde entlang der Seidenstra?en hatten am Ende des 19. Jh. auch bei den Deutschen das Interesse an der Erforschung dieser bisher unbekannten Kulturen geweckt. Der Entschluss zur Durchführung eigener Expeditionen nach Ostturkistan wurde unmittelbar nach der Vorstellung sensationeller Textfunde aus diesem Gebiet auf dem 12. Internationalen Orientalistenkongress in Rom im Jahr 1899 gefasst.

      Die von Albert Grünwedel, dem Direktor der Indischen Abteilung des Museums für V?lkerkunde, ins Leben gerufenen Expeditionen konnten jedoch erst im Sommer 1902 zu ihrer ersten Reise aufbrechen, da die Finanzierung dieser Unternehmungen erhebliche Schwierigkeiten bereitete. Die erste Expedition startete schlie?lich am 11. August 1902 mit einem Budget von 40.000 Mark, das sich in einer Art Mischfinanzierung zu einem Viertel aus ?ffentlichen Geldern des Museums, aus Spenden des Gro?industriellen Krupp, des M?zens James Simon sowie einer Zuwendung des 'Ethnologischen Hilfskommitees Berlin' zusammensetzte. Der Expedition unter Leitung von Albert Grünwedel geh?rten des weiteren der Orientalist Georg Huth und der Museumstechniker Theodor Bartus, ein ehemaliger Seemann, an. Das ausgew?hlte Ziel ihrer ersten Expedition, die Turfan-Oase, erreichte das Expeditionsteam Anfang Dezember 1902. Dieses Ziel wurde zum Namensgeber aller vier deutschen Grabungskampagnen und der Sammlungen, die die Funde derselben beherbergen, obwohl weitere Untersuchungen und Ausgrabungen auch in benachbarten Gebieten durchgeführt wurden. Grünwedel sah es als seine vorrangige Aufgabe an, die aufgefundenen Ruinenst?tten in zuverl?ssigen Pl?nen aufzunehmen und die dort ausgegrabenen Kunstobjekte in situ zu markieren.

      Albert von Le Coq.

      Die überw?ltigenden Ergebnisse und Funde der ersten Expedition führten zur Befürwortung einer Fortsetzung der Arbeiten durch die neu gegründete deutsche Sektion zur Erforschung Zentralasiens, die unter der Leitung von H. Pischel und H. Lüders stand. Da die Finanzierung der weiteren drei Expeditionen nun auch mit staatlichen Geldern erfolgte, trifft auf die zweite deutsche Turfan-Expedition auch zugleich die Bezeichnung 'Erste K?niglich-Preu?ische Turfan-Expedition' zu. Die Leitung der zweiten Kampagne wurde dem wissen-schaftlichen Mitarbeiter am Museum, Albert von Le Coq, übertragen, der wiederum in Begleitung von Bartus von November 1904 bis Dezember 1905 in der Oase von Turfan arbeitete.

      Die dritte Expedition, die nun wieder unter der Leitung von Grünwedel stand, begann mit dessen Eintreffen in Kashgar im Dezember 1905. Die beiden Expeditionsteams schlossen sich zusammen und die dritte Kampagne dauerte bis Juni 1907. In der Mitte des Jahres 1906 trat von Le Coq aus gesundheitlichen Gründen die Heimreise an. Grünwedel und Bartus setzten die Arbeiten fort, die nun erstmalig auch auf die westlich von Turfan gelegenen Oasen, unter anderem Q?z?l mit den ausgedehnten buddhistischen H?hlentempel-Anlagen, ausgeweitet wurden. über die zweite und die dritte Expeditionen berichten Grünwedel in Altbuddhistische Kultst?tten in Chinesisch-Turkistan (1912) und von Le Coq in seinem popul?ren Buch Auf Hellas Spuren in Ostturkistan (1926).

      Die letzte der vier Expeditionen begann im Juni 1913 und wurde kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Februar 1914 abgeschlossen. Sie stand wieder unter der Leitung von Le Coq und setzte in erster Linie die w?hrend der dritten Expedition begonnenen Arbeiten in der Gegend um Kucha fort. Einen Reisebericht unter dem Titel Von Land und Leuten in Ostturkistan ver?ffentlichte von Le Coq im Jahr 1928.

      In den nachfolgend genannten Werken erfolgte die wissenschaftliche Auswertung der Funde durch von Le Coq:

      Die deutschen Turfan-Expeditionen

      1. Expedition (Dez. 1902-April 1903).

      2. Expedition (Nov. 1904-Dez. 1905).

      3. Expedition (Dez. 1905-April 1907 - bis Juni 1906 vereinigt mit der 2. Expedition).

      4. Expedition (Juni 1913-Feb. 1914).

      Die Funde der vier deutschen Turfan- Expeditionen wurden zun?chst in der Indischen Abteilung des Museums für V?lkerkunde aufbewahrt, sind aber nach der Gründung des Museums für Indische Kunst (Museum für Indische Kunst), heute Teil des Museums für Asiatische Kunst, im Jahre 1963 in dessen Sammlungen überführt worden und bis heute am Standort des Museums in Berlin-Dahlem aufbewahrt und aufgestellt.

      Die umfangreichen Textfunde wurden mit Ausnahme einer kleinen Gruppe ausgew?hlter, meist illuminerter Textfragmente, die für die Ausstellung im Museum ausgesondert wurde, auf Beschluss des zust?ndigen Unterrichtsministeriums 1914 an die damalige K?niglich-Preu?ische Akademie der Wissenschaften zur Bearbeitung übergeben. Die Verantwortung wurde der zwei Jahre zuvor, am 5.Mai1912, gegründeten 'Orientalischen Komission' übertragen, die die wissenschaftliche Erschlie?ung deutscher Ausgrabungsergebnisse aus dem Orient koordinieren und bef?rdern sollte.

      Die 'Orientalische Kommission', die bis zum Zweiten Weltkrieg t?tig war, betraute namhafte Wissenschaftler der verschiedensten orientalistischen Disziplinen mit der Bearbeitung der zahlreichen Textfunde, die in P?ckchen verschnürt nach Berlin gelangt waren. Nach ihrer Ankunft wurden sie ausgepackt, zwischen Glasplatten gelegt und mit einem schwarzen Spezialband verschlossen. Diese Konservierungsmethode wird, abgesehen von leichten Verbesserungen, bis heute angewandt. W?hrend des Krieges wurden die Turfanfragmente ausgelagert. Sie befanden sich z.B. in ehemaligen Salzminen in Wintershall, Solvayhall und Sch?nbeck/Elbe. Eine genaue Zahl der Kriegsverluste konnte aufgrund weitgehender fehlender Inventarverzeichnisse und Kataloge aus der Vorkriegszeit nicht ermittelt werden.

      Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften.

      Nach dem Krieg wurde der gr??te Teil der Textsammlung an die 1946 neu gegründete Deutsche Akademie der Wissenschaften übergeben. Ein kleinerer Teil gelangte an die Mainzer Akademie der Wissenschaften und Literatur. Ausgew?hlte iranische Fragmente wurden zur Bearbeitung an das Orientalische Seminar der Universit?t Hamburg übergeben, w?hrend Sanskrit-Fragmente in G?ttingen bearbeitet wurden. Die iranischen Texte aus Hamburg wurden 1956 ebenfalls nach Mainz gebracht. Nach der Gründung der Staatsbibliothek Preu?ischer Kulturbesitz in Marburg gelangte die sog. Mainzer Teilsammlung nach Marburg. Von dort zog sie mit den anderen Best?nden der Staatsbibliothek in den Neubau am Potsdamer Platz in Berlin. Seit 1992 ist die gesamte Textsammlung als Eigentum der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) [Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften], der Nachfolgerin der Preu?ischen Akademie der Wissenschaften, wieder vereint.

      Die Teilung der Sammlung nach dem Zweiten Weltkrieg erschwerte den Zugang und die weitere Bearbeitung der Textfunde. Die Berliner Turfansammlung wurde in die Verantwortung des 1947 gegründeten Instituts für Orientforschung an der Deutschen Akademie der Wissenschaften übergeben, wo 1965 Wolfgang Steinitz und Georg Hazai die Turfanforschungsgruppe gegründeten. Von 1969-1991 erfolgte die Bearbeitung der Berliner Turfantexte im Rahmen des Bereichs 'Alter Orient' des Zentralinstituts für Alte Geschichte und Arch?ologie der Akademie der Wissenschaften der DDR.

      Neben einigen Originaltexten waren in der Zeit von 1948 bis 1961 Fotografien der meisten in Berlin befindlichen Sanskrit-Fragmente nach G?ttingen gesandt worden, was eine Edition und sp?ter auch die Katalogisierung eines gro?en Teils der Berliner Best?nde in G?ttingen erm?glichte. Die Erfassung und Beschreibung der 'Sanskrit-Handschriften aus den Turfan-Funden' ist von Anfang an Teilprojekt des im Jahre 1957 von der Deutschen Morgenl?ndischen Gesellschaft begründeten und zun?chst von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanzierten Projektes 'Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland' [彩票app下载极速赛车 iis7站长之家]. Seit 1990 wird die KOHD als Langzeitvorhaben im Akademienprogramm von der Akademie der Wissenschaften zu G?ttingen betreut. Auch ein zweites Langzeitvorhaben der G?ttinger Akademie dient der Erschlie?ung der zentralasiatischen buddhistischen Sanskrit-Literatur, das 'Sanskrit-W?rterbuch der buddhistischen Texte aus den Turfan-Funden und der kanonischen Literatur der Sarvāstivāda-Schule'.

      Die Arbeit des Akademienvorhabens 'Turfanforschung' der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) konzentriert sich seit 1992 auf die Edition der iranischen und alttürkischen Fragmente. Forschungsprojekte/turfanforschung/de/Startseite. "

      Die Kataloge dieser Textgruppen werden am Standort der BBAW durch die Mitarbeiter der Arbeitsstelle Berlin 2: Turfanforschung des Akademienvorhabens 'Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland' (KOHD) erarbeitet.

      Im September 2002 fand in Berlin eine internationale Konferenz aus Anlass des 100. Jahrestages des Beginns der deutschen Turfan-Expeditionen unter dem Titel 'Turfan Revisited. The First Century of Research into the Arts and Cultures of the Silk Road' statt. Sie wurde von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften in Zusammenarbeit mit dem Museum für Indische Kunst und der Staatsbibliothek zu Berlin veranstaltet und von einer dokumentarischen Ausstellung im Museum für Indische Kunst begleitet. Die Materialien der Tagung sind 2004 als Band 17 der 'Monographien zur indischen Arch?ologie, Kunstgeschichte und Philologie' der Stiftung Ernst Waldschmidt unter dem Titel der Tagung erschienen.

      Sammlungen: Inhalt und Zugang

      Die Ergebnisse der vier deutschen Turfan-Expeditionen waren überw?ltigend. Sie brachten Tausende Reste von Malereien und anderen Kunstobjekten sowie ca. 40.000 Textfragmente nach Berlin.

      1. Die Turfan-Sammlung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

      Die Berliner Sammlung ist mit ihren ca. 40.000 Fragmenten, was das Textmaterial aus den Oasen an der n?rdlichen Seidenstra?e betrifft, die reichste und bedeutendste der Welt. Die Fülle der Schriften und Sprachen, in denen die Texte abgefasst wurden (mehr als 20 verschiedene Schriften und Sprachen), machen den hohen Wert dieser Sammlung für die Wissenschaft aus. Durch ihre Mannigfaltigkeit übertreffen die Textfunde die der englischen, franz?sischen, russischen und japanischen Expeditionen bei weitem. Zu den einmaligen Sch?tzen geh?ren die manich?ischen Originaltexte aus Zentralasien, christliche Textfragmente in sogdischer Sprache, Bruchstücke in baktrischer Sprache und der sog. Hephthalitenschrift, das Fragment eines Psalters in mittelpersischer Sprache und einer Variante der Pahlavī-Schrift sowie Handschriftenfragmente in alttürkischer Runenschrift.

      Die kuratorische Verwaltung und konservatorische Betreuung der Handschriften und Blockdrucke der Berliner Turfansammlung hat die Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preu?ischer Kulturbesitz in einem Depositarvertrag mit der BBAW 1992 übernommen. Die Texte der Berliner Turfansammlung werden an zwei Standorten in Berlin aufbewahrt. Die mitteliranischen und alttürkischen Turfantexte befinden sich zur Bearbeitung und Katalogisierung im Turfanarchiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften zu Berlin. Die Fragmente aller anderen Sprachgruppen werden in der Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin – Preu?ischer Kulturbesitz aufbewahrt.

      1.1 Die Turfan-Fragmente im Turfanarchiv der BBAW

      Das Turfanarchiv der BBAW beherbergt insgesamt ca. 12.000 mitteliranische und alttürkische Turfanfragmente. Darunter befinden sich ca. 6.000 uigurische Fragmente (U-Signatur), 1.600 chinesisch/uigurische Fragmente (Ch/U-Signatur), 800 mitteliranische und alttürkische Fragmente der ehemaligen Mainzer Teilsammlung (Mainz-Signatur), 3.500 manich?ische Textfragmente in verschiedenen Sprachen, vor allem in Mittelpersisch und Parthisch, sowie Alttürkisch (M-Signatur), ca. 1.000 sogdische und chinesisch/sogdische Fragmente (So- bzw. Ch/So-Signatur), 300 sogdische Textfragmente in nestorianischer Schrift (n-Signatur) und kleinere Gruppen von tum?uqsakischen (TS-Signatur), khotansakischen (KS-Signatur) und baktrischen (h-Signatur) Textfragmenten.

      Zum Zwecke des Schutzes der Originale und eines erleichterten Zugangs zu diesem wissenschaftlich au?erordentlich bedeutenden Quellenmaterial wurden unter der Obhut der Akademienvorhaben Turfanforschung (BBAW) und Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland (AdW G?ttingen) zwischen Oktober 1997 und Juni 2005 die alttürkischen, iranischen und mongolischen Teilsammlungen in einem von der Deutschen For-schungsgemeinschaft (DFG) gef?rderten dreistufigen Projekt digitalisiert und archiviert. Die dabei notwendigen Verfilmungs- und Restaurierungsarbeiten wurden von der Staatsbibliothek zu Berlin – Preu?ischer Kulturbesitz durchgeführt. Die Fragmente sind im Digitalen Turfanarchiv auf der Webseite des Akademienvorhabens Turfanforschung frei zug?nglich.

      Die Anmeldung zur Benutzung der Fragmente im Turfanarchiv der BBAW und die Bestellung digitaler Bilddateien erfolgt über die Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin. "

      Merkblatt für die Benutzung von Handschriften aus der Berliner Turfansammlung.

      Kontakt:

      Berlin-Brandenburgische
      Akademie der Wissenschaften
      Akademienvorhaben Turfanforschung
      J?gerstra?e 22–23
      D — 10117 Berlin

      email: turfan@bbaw.de
      website: Akademienvorhaben Turfanforschung

      Akademie der Wissenschaften zu G?ttingen
      Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland
      Arbeitsstelle Berlin 2: Turfanforschung
      J?gerstra?e 22–23
      D — 10117 Berlin

      email: turfan@bbaw.de
      website: Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland

      1.2 Die Turfan-Fragmente in der Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin

      Die ca. 6.000 chinesischen, 100 mongolischen, 300 syrischen, 200 tibetischen, 4.000 tocharischen und 8.000 Sanskrit-Fragmente der Berliner Turfansammlung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften werden in der Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrt. Darüber hinaus befinden sich Turfantexte aus der Sammlung des Museums für Asiatische Kunst als Dauerleihgabe in der Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin. Diese Handschriften und Blockdrucke k?nnen nach vorheriger Anmeldung (schriftlich, telefonisch oder per e-mail) und ausschlie?lich zur wissenschaftlichen Nutzung an den Handschriften-Arbeitspl?tzen im Lesesaal der Orientabteilung einge-sehen werden. Die Benutzung unterliegt besonderen Bedingungen, deren Kenntnisnahme durch den Benutzer unterschriftlich zu best?tigen ist; ein gültiger Personalausweis oder Reisepass ist erforderlich sowie ein gültiger Leserausweis (Monats- oder Jahreskarte).

      Merkblatt für die Benutzung von Handschriften aus der Berliner Turfan-Sammlung.

      Im September 2005 hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einem gemeinsamen Antrag der BBAW und der Staatsbibliothek zu Berlin entsprochen und ihre finanzielle Unterstützung für die Fortsetzung der Digitalisierung der Berliner Turfansammlung zugesagt. Das neue Digitalisierungsprojekt wird auf der Grundlage einer im Juni 2005 unterzeichneten Kooperationsvereinbarung in Zusammenarbeit mit IDP durchführt. In einem 18monatigen Projekt wurden nunmehr die ca. 6.000 chinesischen und 200 tibetischen Turfan-Fragmente digitalisiert und erg?nzt durch vorhandene Metadaten erstmals in die IDP-Datenbank eingebunden. Zur Vorbereitung dieses neuen Digitalisierungsprojektes fand im Juni 2005 in der BBAW ein Workshop statt. Eine Auswahl der auf diesem Workshop gehaltenen Vortr?ge zum Stand der Katalogisierung der chinesischen und Sanskrit-Fragmente der Berliner Turfan-Sammlung sowie zu Ergebnissen einer 14C-Untersuchung ausgew?hler tocharischer und Sanskrit-Fragmente ist online publiziert unter http://www.bbaw.de/bbaw/Forschung/Forschungsprojekte/turfanforschung/de/Workshop2005.

      Die Identifizierung und Katalogisierung der chinesischen Turfan-Fragmente begann in Zusammenarbeit mit japanischen Kollegen der Ryūkoku-Universit?t in Kyoto bereits in den sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und wird nunmehr im Rahmen des Projekts 'Katalogisierung der Orientalischen Handschriften in Deutschland' (KOHD) fortgesetzt. Die Leitung des Projektes KOHD ist an die Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin angeschlossen.

      Die tocharischen Turfan-Fragmente wurden seit 1995 mit finanzieller Unterstützung der Tamai-Foundation vollst?ndig digitalisiert. Die Bilddateien mit Metadaten sind im Rahmen des TITUS-Projekts der Universit?t Frankfurt/a. M. zusammen mit Re-Editionen der Textfragmente im Internet frei zug?nglich. "

      In der Staatsbibliothek zu Berlin, der auch die konservatorische Betreuung der ca. 40.000 Fragmente der Berliner Turfansammlung obliegt, werden gegebenenfalls auch Restaurierungsarbeiten an den Turfanfragmenten durchgeführt.

      Kontakt:

      Staatsbibliothek zu Berlin
      Orientabteilung III E
      Potsdamer Stra?e 33
      D-10785 Berlin
      Sekretariat: Tel. +49 - (0) 30 - 266 - 24 89
      Fax: +49 - (0) 30 - 264 - 59 55

      email: orientabt@sbb.spk-berlin.de
      webseite: Staatsbibliothek zu Berlin

      2. Die Turfansammlung im Museum für Asiatische Kunst

      Zu der Turfansammlung im Museum für [Asiatische Kunst] geh?ren Hunderte von Wandmalereien, zahllose Papier- und Textilmalereien, bestickte und gewebte Textilien, Skulpturen aus unterschiedlichen Materialien wie Lehm, Stuck, Stein, Holz und Metall sowie ausgew?hlte Handschriftenfunde aus dem 2. – 12. Jahrhundert. Eine der Attraktionen der st?ndigen Ausstellung des Museums ist die nach Originalma?en rekonstruierte 'H?hle mit den Ringtra-genden Tauben' (H?hle 123) aus Q?z?l bei Ku?a.

      Die in der Studiensammlung des Museums ausgestellten Fundobjekte sind nur nach vorheriger Voranmeldung zu besichtigen. Einen aktuellen überblick zu den Werken im Museum für Asiatische Kunst bieten die im Jahr 2000 erschienene Publikation 'Magische G?tterwelten' und der 2003 erschienene Katalog 'Central Asian Banners in the Turfan Collection of the Museum für Indische Kunst'.

      Ausgew?hlte Textfragmente der Turfansammlung sind in der st?ndigen Ausstellung zu besichtigen. Weitere Handschriften und Blockdrucke befinden sich ebenfalls in der Studiensammlung des Museums und stehen nach Voranmeldung ausschlie?lich zur wissenschaftlichen Nutzung zur Verfügung.

      Im Archiv des Museums für Asiatische Kunst werden auch die erhaltenen Dokumente, der Briefwechsel, Lagepl?ne und Fotos der vier deutschen Turfan-Expeditionen aufbewahrt.

      Kontakt:

      Museum für Asiatische Kunst
      Takustra?e 40
      D - 14195 Berlin-Dahlem
      Tel.: +49 — (0)30 - 8301 361
      Fax: +49 — (0)30 - 8301 502

      email: mik@smb.spk-berlin.de
      webseite: Museum für Asiatische Kunst

      Besuchereingang

      Museum für Asiatische Kunst
      Lansstra?e 8
      Berlin-Dahlem

      Sammlungen in IDP

      Im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten Digitalisierungsprojektes wurden die chinesischen und tibetischen Textfragmente der Berliner Turfansammlung seit November 2005 digitalisiert und auf der Grundlage einer Kooperationsvereinbarung in die IDP-Datenbank eingebunden. Die untenstehende Tabelle zeigt lediglich die bisher bei diesem Projekt digitalisierten Best?nde. Bitte beachten Sie, dass die digitalen Bilddateien der mitteliranischen, türkischen und mongolischen Textfragmente der Berliner Turfansammlung bisher nur über das [Digitale Turfanarchiv]des Akademienvorhabens Turfanforschung der BBAW im Internet frei zug?nglich sind; die Tocharischen Fragmente unter dem TITUS-Projekt. Wir hoffen abh?ngig von der Fianzierung all diese Texte zukünftig in IDP zusammenführen zu k?nnen.

      Number of Manuscripts by Language/Script on IDP in Germany as of 25/10/2019

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      Bibliographie

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